1971-1989

Die Delegiertenversammlung fördert den Verein


Gieri Arpagaus

Nach 21 Jahren Vorstandstätigkeit gab Walter Müller sein Präsidium in jüngere Hände. Emil Hauser, unser heutiger, allseits geschätzte Ehrenpräsident, prägte in den kommenden Jahren mit seinen präzisen, humorvollen Voten so manche DV. Keine unerwartete Anfrage konnte ihn so schnell aus dem Konzept bringen und ein Stromausfall während einer DV titelte er sofort als Hauptprobe für die Polizeistunde. Während seiner Präsidialzeit musste ein neuer Bezirksdirigent gesucht werden. Keine einfache Aufgabe. Wo ist ein fähiger Dirigent eine Dirigentin, welche(r) die Aufgabe übernimmt die Bezirkschöre zu leiten, ohne sie zu überfordern. Nach kurzen Einsätzen der Herren Emil Kern (2 Jahre) und Christian Leemann (3 Jahre), übernahm Gieri Arpagaus den Dirigentenstab. Mit seiner eigenen spritzigen Art und Weise prägt er bis heute die musikalischen Auftritte der Bezirkschöre. Als Präsident gesellte sich Engelbert Hamecher 2 Jahre später dazu und neue Projekte und Visionen entstanden. Die erstmals im Okt./Nov. 1986 durchgeführte Sängerschulung fand in weiten Kreisen grosses Interesse. Gieri Arpagaus führte die aufmerksamen Zuhörer in die Notenkunde und die so wichtige Atemtechnik ein. Bis heute besuchen Chormitglieder diese Sängerschulung und erhalten eine wertvolle Basis für besseres Singen. Die Kaffeepause wird zum Plaudern und zum gegenseitigen Kennenlernen genutzt. Ein strahlender Sonntagmorgen, dieser 1. Juni 1986! Die Sonne wetteiferte mit den lachenden Gesichtern der Sängerinnen und Sänger, die sich im Stadtpark zum Frühlingssingen trafen. Dass der Bezirksgesangverein vom «Landboten» kurzerhand zu «Chören des Bezirksgefängnisses» umbenannt wurde, trübte unsere Freude keineswegs. Auch die zahlreich erschienen Zuhörer störten sich nicht daran, statt grau-weiss gestreifter Zuchthäusler eine fröhlich bunte Sängergemeinschaft zu hören. Wie wär’s mit einem Auftritt im «Theater am Stadtgarten»? Mit dieser kühnen Frage konfrontierte Gieri Arpagaus den Bezirksvorstand. Da die Konzerte der früheren Jahre im Kirchgemeindehaus sowie im Stadthaussaal musikalisch hervorragend, aber von den Zuhörern eher spärlich besucht wurden und damit defizitär waren, brauchte es eine gewisse Überwindung dieses Risiko einzugehen. Zum Glück, denn für viele unvergesslich fand im Juni 1989 das Musical- und Operettenkonzert im ausverkauften «Theater am Stadtgarten» statt.

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