1850-1898

Aller Anfang ist schwer


Wegen den drückenden sozialen Verhältnissen in den Jahren 1855/56 verzichtete man vorerst auf Feste und Feiern und erst im Jahr 1857 organisierte der Männerchor Frohsinn Winterthur ein Sängertreffen. In den Jahren 1870-1885 amtete Lehrer Karl Ruckstuhl als Bezirksdirigent. Er war Gesangsmethodiker, Liederkomponist und Präsident des Musikkollegiums Winterthur und strebte das «seriöse» Einüben der Chorlieder an, indem die Chorproben erweitert und kleine Sängerzusammenzüge eingeführt wurden. Er war es auch, der so etwas wie einen Grundstein für die Gesamtchöre legte.
Der Sängertag im Jahr 1876 in Wülflingen, der Verband zählte damals 30 Chöre, scheint in jeder Hinsicht misslungen zu sein. Der Verband musste dem organisierenden Verein ein Defizit von Fr. 400.- zu dieser Zeit ein grosser Betrag, leisten. Dieser Anlass schien nicht ohne Folgen, denn zwei Jahre später zählte der Verband noch 16 Vereine. Die Alarmglocken läuteten und der Vorstand kontaktierte die Bezirksverbände Andelfingen, Bülach und Pfäffikon. Die Frage, ob ein grösserer gemeinsamer Sängerzusammenzug angezeigt wäre um der Fahnenflucht zu begegnen blieb erfolglos, denn es fanden keine gemeinsamen Sängertreffen statt. Jeder blieb in seinem eigenen Revier!
Der erste vom Bezirksvorstand organisierte Sängertag fand im Jahre 1884 in der Stadtkirche Winterthur statt. Der Töchterchor Winterthur war an der Organisation massgeblich beteiligt und die Experten schrieben: «Der Sängertag des Bezirksgesangvereins Winterthur beeindruckte durch seine äussere Prunklosigkeit; nicht weniger aber auch durch den inneren Gehalt. Die Leitung des Verbandes liegt in sachkundigen und treuen Händen!»

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